Die einzigartige Kombination von Segelboot und Fahrrad kann sich sehen lassen: Wo gibt es das schon, mit dem Segelschiff die weiten des Meeres zu genießen, an einer traumhaften Insel anzulegen und diese per Rad zu erkunden? Von dieser großartigen Chance machen stets mehr und mehr Segler Gebrauch. In Kroatien, genau genommen in Süddalmatien, gilt das dort bekannte „Inselhüpfen mit Boot und Rad“ bereits als absolute Sensation. Urlauber haben dabei die Möglichkeit, von diesem preiswerten und äußerst attraktiven Angebot Gebrauch zu machen. Eine rechtzeitige Anmeldung in einem dortigen Reisebüro bzw. beim jeweiligen Reiseleiter ist dabei erforderlich.

Genau genommen handelt es sich beim „Inselhüpfen mit Boot und Rad“ um eine einwöchige Rundfahrt mit einem Motorsegler. Die Segelschifffahrt beginnt in Trogir und führt über die Inseln Hvar, Vis, Korcula und Solta wieder zurück zum Anlegepunkt in Trogir. Die Rundfahrt fungiert als klassische Inseltour, also eher kleine Kreuzfahrt, im Rahmen dieser der Motorsegler an jeder einzelnen Insel für bestimmte Zeit anlegt. Die Urlauber haben die Möglichkeit, die jeweilige Insel per Rad zu erkunden, welches ihnen vom Reiseveranstalter zur Verfügung gestellt wird. Meistens handelt es sich dabei um ein sogenanntes Trekkingrad mit Mountainbike-Ausstattung. Auf herkömmliche Citybikes wird dabei verzichtet sowie von selbst mitgebrachten Rädern seitens der Urlauberwird eher abgeraten, da sich die zur Verfügung gestellten Trekkingräder hinsichtlich der Bodenbeschaffenheit der Inseln am besten eignen. Die Bereifung dieser Trekkingräder ist für leichtes Gelände wie Schotter- und Waldwege ausgelegt, dicker als bei einem normalen Rennrad, jedoch um einiges dünner als bei einem Mountainbike. Darüber hinaus sind die Trekkingräder des Reiseveranstalters mit mehreren Gepäckträgern ausgestattet, um Packtaschen für Proviant und Getränke einfach befestigen zu können.

Auf jeder Insel können täglich zwischen 20 und 60 Radkilometer zurückgelegt werden. Die Routen sind frei wählbar, sodass es seitens des Reiseveranstalters keinerlei Vorgaben für die Wahl der Radstrecken gibt. Vereinbarte Treffpunkte beim Segelboot müssen jedoch genau eingehalten werden, da die einwöchige Inselrundfahrt einem äußerst straffen Zeitplan unterliegt.

Die Motorsegler sind meist 30 Meter lang und mit bis zu zwei Masten ausgestattet. Im Rahmen der Inselrundfahrt machen die Segler auch im Hafen von Omis Station, wo die Urlauber entweder mit Rad oder zu Fuß das Festland erkunden können. Hier mündet der weitgehend naturbelassene Fluss Cetina. Dieser eignet sich besonders gut dafür, sich den Spaß des Wildwasser-Raftings in traumhafter Naturkulisse zu gönnen. Die Inselrundfahrt beinhaltet zudem ein Dreipersonen-Kajak, das sich optimal dazu eignet, die nähere Umgebung rund um die Inseln zu erkunden.

Kürzere Inselrundfahrten, die beispielsweise nur zwei bis drei Tage dauern, werden mit kleineren Segelbooten unternommen. Aufgrund des Platzmangels existiert in einem eher kleineren Motorsegler kein separater Stauraum für die Trekkingräder, sodass hier nur das Faltrad mitgebracht werden kann. Dieses kann auf ein geringes Packmaß gefaltet und im ebenso kleinen Motorsegler leicht untergebracht werden. Auch die Zahl der Inseln, die mit einem geringeren Boot angefahren werden, verringert sich im Rahmen dieses Angebots.

Fazit: Derartige Inselrundfahrten, wie sie in Kroatien angeboten werden, sind die perfekte Möglichkeit, die Leidenschaft für Segeln und Radfahren optimal zu kombinieren. Auch die Inseln rund um Griechenland oder Süditalien eignen sich wunderbar, um einige Wochen Urlaub auf dem Segelboot zu verbringen und diesen sportlich-erholenden Genuss mit dem Rad zu vereinen.